COPY AND PASTE. |
Manchmal denke ich: Ist das schön, ohne Internet Texterin geworden zu sein. Kein Informations-Overkill, keine Realtime-Kurse, kein Stress. Stattdessen Besuche in der Bücherei, Studium der FAZ und des Global Custodian. Natürlich während der Arbeitszeit. Um die Volksseele zu erkunden, brauchte man noch BILD, auch wenn man sie hasste.
Stand eine New-Business-Präsentation für Champagner an, klickte man nicht die Seiten der renommierten Hersteller durch. Sondern man kaufte für das Team Gert von Paczensky’s Klassiker über Geschichte und Herstellung des Edelgesöffs, dazu ein paar Flaschen des zu bewerbenden Getränks und ein paar Flaschen der wichtigsten Wettbewerber. Ein effektiveres Briefing kann man sich gar nicht vorstellen. Hatte man einen Text über Wertpapiere zu schreiben, stellte man sich in der Buchhandlung vor das Regal für Wirtschaftswissenschaften und recherchierte. Löcherte den Kunden mit Fragen. Sprach mit Leuten, die sich an der Börse auskannten. Und wenn man das alles durch hatte – dann SCHRIEB man.
Klar, es hätte auch ohne Internet die Möglichkeit gegeben, abzuschreiben. Und es wäre womöglich nicht mal herausgekommen. Doch das ist gegen die Berufsehre. Ein Werbetext sollte schon neu sein. Das ist ja der Witz an der Sache.
Manchmal denke ich auch: Wie schön, dass es das Internet gibt. Kein Herumgerenne mehr, um in der Buchhandlung nach Material zu suchen. Alle Recherchen kann ich schön bequem von meinem Schreibtisch aus erledigen. Die Texte werden genau so gut wie früher. Und großartig, dass man auf den letzten Drücker noch Fehler korrigieren kann, die man vorher übersehen hatte. Nur eins gibt’s bei mir immer noch nicht: copy and paste. Alle meine Texte sind Originale. Wenn Sie also sicher sein wollen, nicht irgendwann als Plagiatior entlarvt zu werden, lassen Sie doch einfach die Texte für Ihre Werbung von mir schreiben. Ich schreibe jeden Text nagelneu – und nur für Sie. |