Abenteuer Abstinenz

Abstinenz. Für viele aktive Trinker eine Horrorvorstellung und geradezu ein Unwort, das an frömmelnde Betschwestern mit hochgeschlossenem Kragen in alten Wildwestfilmen erinnert.

Bekannt aus:

Wo soll der Spaß im Leben herkommen, wenn wir keinen Alkohol mehr trinken dürfen? Wie sollen wir die nächste Geburtstagsfeier ohne Sekt oder Prosecco überstehen? Was trinke ich, wenn ich die Sportschau gucke? Und was bestelle ich im Restaurant zum Essen? Wie soll ich nach der Arbeit runter kommen, wenn ich mir nicht mal ein Feierabendbier gönnen darf? Oder zwei oder drei? Oder eine Flasche Rotwein? Das gehört doch dazu, wenn man das Leben genießen oder es mal richtig krachen lassen will.

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich der Zwang zum Mittrinken zwar etwas gelockert. Alkohol ist in unserer Gesellschaft jedoch tief verankert. Nicht-Trinker sind immer noch eine kleine Minderheit.

Leben ist das, was passiert, während Du eifrig andere Pläne machst.

John Lennon

Wenn mir vor zwanzig Jahren jemand gesagt hätte, dass ich Alkoholikerin werden würde, hätte ich mir an den Kopf getippt. Damals war ich freiberuflich selbstständig und für internationale Werbeagenturen als gut bezahlte Texterin und Konzeptionerin tätig. Nichts war weiter von mir entfernt als das Thema Alkoholabhängigkeit. Alkohol war für mich Genuss und Lebensqualität, Feiern und Geselligkeit, Kultur und feines Essen.

Wenn mir dann noch jemand erzählt hätte, dass ich öffentlich über meine Alkoholabhängigkeit sprechen und sogar andere Menschen dabei unterstützen würde, ihre Sucht zu überwinden, hätte ich ihn für vollkommen verrückt erklärt.

Und doch mache ich heute genau das:

  • Coaching für Menschen, die stabil abstinent bleiben wollen und dafür Unterstützung suchen,
  • Vorträge für Unternehmen, Institutionen und Verbände, die einen neuen, offenen Umgang mit dem Thema Alkoholabhängigkeit etablieren wollen,
  • Lesungen aus meinem Buch „Die Bestie schläft“ für Unternehmen und Einrichtungen der Suchthilfe,
  • all das sowohl live als auch online, zum Beispiel via Skype, Teams oder Zoom.

Angefangen hat das damit, dass ich ein Buch über meine Alkoholabhängigkeit geschrieben habe. Es sollte ursprünglich ein Roman werden, mein neues Berufsziel nach meiner Erkrankung war Bestsellerautorin. Doch es wurde ein Buch über meine eigene Geschichte. Und das auch noch mit meinem Gesicht vorne drauf. Wenn ich mich als Autorin vorstellte, fragte man mich: „Ah, toll, was hast du denn geschrieben?“ Nach meiner Antwort: „Ein Buch über meine Alkoholabhängigkeit“ gab es entweder betretene Gesichter, oder eine spannende Unterhaltung. Meistens erst das eine, dann das andere. „Wichtiges Thema.“ – „Sehr mutig.“ – „Tolle Aufgabe.“

Dieses Buch war ein Gamechanger.
Nicht nur in meinem Leben.
Schon viele Menschen haben mir erzählt, dass sie nach der Lektüre mit dem Trinken aufgehört haben.

Jeder und jede, mit dem*der ich mich über Alkoholprobleme unterhalten habe, kennt jemand, der ein solches hat. Der Vater, der Bruder, die Schwester, die Tochter, der Onkel, die Kollegin, der Ex… In jeder Familie und in jedem Freundeskreis gibt es mindestens eine Person, die mehr trinkt, als ihr gut tut. Vielleicht sieht sie es sogar ein, oft aber auch nicht. Noch nie kam es vor, dass jemand zu mir sagte: „Gut dass wir uns treffen! Ich bin Alkoholiker und würde gern mit dem Trinken aufhören.“ Erstens ist Alkoholabhängigkeit immer noch ein Wahnsinns-Tabu. Und zweitens ist es ein langer Weg dahin, einzusehen, dass man alkoholabhängig ist. Wohl aber kamen viele nüchterne Alkoholiker*innen zu mir und sagten stolz: „Ich bin auch seit soundsoviel Jahren trocken.“

In diesem Buch erzähle ich meine ganz persönliche Geschichte, vom geselligen Feiern bis zum Kontrollverlust, vom Entzug bis zur Reha, von der Nachsorgetherapie bis zur stabilen Abstinenz.

Direkt zur Website www.diebestieschlaeft.de

Meine Offenheit soll ein Beitrag dazu sein, die Erkrankung Alkoholabhängigkeit zu enttabuisieren. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Ehrlichkeit, Spannung, Emotionen und Humor. Und in einer sehr persönlichen Sprache. Genau so gestalte ich auch mein Coaching und meine Vorträge.

Die beste Entscheidung meines Lebens: keinen Tropfen Alkohol mehr. Foto: © Paul Königer

Durch viele Gespräche mit Leser*innen, Betroffenen und Angehörigen stellte sich heraus, dass es bei diesem Thema einen großen Bedarf an Information und Aufklärung sowie eine große Nachfrage nach Coaching, Vorträgen und Lesungen gibt. Jemand muss dieses heiße Eisen endlich anfassen.

Ich richte mich explizit an ehemals süchtige, mittlerweile trockene Alkoholiker*innen und deren Angehörige. Und an Menschen, die schon wissen, dass sie aufhören müssen, aber nicht wissen wie. Damit grenze ich mich ab vom sogenannten Sober Movement, das für einen freiwilligen Verzicht auf Alkohol steht. Ich begrüße das außerordentlich und kann jede*n, der*die diese Entscheidung trifft, nur beglückwünschen. Alkoholiker*innen haben jedoch in der Regel nicht freiwillig mit dem Trinken aufgehört, auch wenn der letzte Schritt dazu eine bewusste, freiwillige Entscheidung war. Doch jemand, der einfach einen nüchternen Lifestyle pflegt und nie Cravings hatte, kann beim Thema Sucht nicht mitreden. Alkoholiker*innen, auch nüchterne, brauchen einen anderen Schnack. Genau den bekommen sie bei mir. Denn um unsere Sucht zu überwinden, müssen wir sie verstehen. Drumherumreden führt da nicht weiter. Ich bin für radikale Ehrlichkeit und radikale Akzeptanz. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.

Was Menschen mit dem Wunsch nach einer stabilen Abstinenz bei mir auch bekommen, ist ein komplett neues Mindset. Viele aktive Trinker glauben, mit dem Verzicht auf Alkohol sei der Spaß im Leben zu Ende. Das Gegenteil ist der Fall: Damit fängt für alkoholabhängige Menschen das Leben erst an. Alkoholfreiheit ist kein Verlust, sondern kann der größte Gewinn deines Lebens sein, wenn du es richtig angehst. Genau darin unterstütze ich dich. Damit das echte Abenteuer Abstinenz beginnen kann.

Kein Heilversprechen

Was es bei mir nicht gibt, ist ein Heilversprechen. Diese Website dient lediglich der Information, meine Coaching-Angebote sind keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Ich bin professionelle, ausgebildete und geprüfte Life Trust Coachin® und unterstütze gesunde, abstinente Menschen bei ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Ich stelle keine Diagnosen und biete keine Behandlung an, die auf die Heilung von Erkrankungen oder die Verbesserung eines Krankheitszustandes zielen. Keines meiner Angebote ersetzt einen Besuch bei einem Arzt*einer Ärztin, Psychotherapeut*in, Psychiater*in oder Heilpraktiker*in. Ich gebe keinerlei Heilversprechen ab.

Ich rate strikt davon ab, auf eigene Faust mit dem Trinken aufzuhören. Es gibt zwar immer wieder Menschen, die das schaffen. Dennoch kann das lebensgefährlich sein! Ich empfehle grundsätzlich, je nach Gesundheitszustand, einen ambulanten oder stationären Entzug zu machen. Wenn du bereits in Behandlung bist, brich diese auf keinen Fall ab. Gerne begleite ich diese Behandlung, wenn der Arzt*die Ärztin, Psychotherapeut*in, Psychiater*in oder Heilpraktiker*in dies für sinnvoll hält.

Fotos: © Paul Königer, Coverfoto: © Urban Zintel, Mineralwasser mit Limette und frischer Minze: Pixabay

Kein Heilversprechen

Diese Website dient lediglich der Information und Aufklärung, meine Coaching-Angebote sind keine medizinische oder therapeutische Behandlung. Ich bin professionelle, ausgebildete und geprüfte Life Trust Coachin® und unterstütze gesunde, abstinente Menschen bei ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Ich stelle keine Diagnosen und biete keine Behandlung an, die auf die Heilung von Erkrankungen zielt. Keines meiner Angebote ersetzt den Besuch bei einem Arzt*einer Ärztin, Psychotherapeut*in, Psychiater*in oder Heilpraktiker*in. Ich gebe keinerlei Heilversprechen ab.