Für Betroffene, Angehörige und Neugierige.

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Alkoholiker fangen schon morgens an zu trinken. Alkoholiker trinken nur harten Alkohol. Alkoholiker sind Obdachlose, die unter einer Brücke schlafen. Das sind nur einige der Vorurteile, die über Alkoholiker im Umlauf sind. Von Alkoholikerinnen spricht man meistens gar nicht erst, obwohl die Frauen gegenüber ihren männlichen Kollegen zunehmend aufholen. In diesem Fall leider nicht zu ihrem Vorteil.

Tatsache ist, dass immer mehr gut ausgebildete Frauen, die mit der Doppelbelastung Familie und Beruf klarkommen müssen, ihren Stress mit Alkohol kompensieren. Das fängt mit einem Glas Wein zum Feierabend an. Dann werden es zwei. Und plötzlich ist es eine Flasche. So rutschen sie schleichend und unbemerkt in eine Alkoholabhängigkeit hinein. Das merken sie leider immer erst – zu spät. Nämlich dann, wenn sie bereits alkoholabhängig sind. Was übrigens nicht nur Frauen so geht, sondern typisch ist für die Erkrankung allgemein.

Damit will ich nicht alles den „bösen Männern“ in die Schuhe schieben, ganz im Gegenteil. Viele von ihnen sind genauso Opfer einer gesellschaftlichen Schieflage wie die Frauen. Denn meiner Meinung nach sind wir weit entfernt davon, dass die von unserem Grundgesetz geforderte Gleichberechtigung von Mann und Frau bereits umgesetzt ist. Das Gender Pay Gap ist allgemein bekannt. Sonst bitte googeln. Spätestens dann, wenn das erste Kind kommt, ist es mit der Gleichberechtigung erst recht vorbei. Warum, Bitteschön, ist zum Beispiel die so genannte Elternzeit nicht in zweimal sechs Monate aufgeteilt anstatt in zehn und zwei Monate? Ich frag ja nur.

Foto: © Urban Zintel

Zurück zum Alkohol. Dass meine Geschichte nun zu einem Buch wurde, in dem ich meine intimsten Geheimnisse preisgebe, hätte ich nie vermutet. Ist nun aber so geworden. Deshalb hoffe ich, damit zur Enttabuisierung des Themas Alkoholabhängigkeit beizutragen. Und dazu, dass sowohl Betroffene als auch Angehörige sich in Zukunft eher trauen, darüber zu sprechen. Denn über ein Alkoholproblem zu sprechen, ist der erste Schritt dazu, es zu überwinden.

Menschen, die einfach nur ein bisschen neugierig sind, können vielleicht nach der Lektüre meines Buchs besser verstehen, wie es einer Alkoholikerin geht und warum es für sie so schwer ist, mit dem Trinken aufzuhören. Und noch schwerer, auf Dauer abstinent zu bleiben.

Hier noch ein kleines Feature über mich, das im Rahmen der Sendung DAS! mit der Schauspielerin Muriel Baumeister, die ebenfalls offen über ihre Alkoholerkrankung spricht, am 30.10.219 auf NDR ausgestrahlt wurde.

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